LIEBE

Liebe.

Love.

Amor. Amore. Amour. Agapi. Dragoste. Elska. Kärlek. Kærlighet. Liefde. Ljubav. Ljubezen. Rakkaus. Sevgi. Szeretet.

Ok, reicht.

Liebe.

Ich liebe dich.

Wow.

Gänsehaut.

Love.

I love you.

Hingegen: Weniger.

Das Bild des kitschigen Plüschtiers mit ebenjenen, rot verschnörkelten Worten über dem prallen Bäuchlein ploppt auf und ruiniert die romantische Vorstellung. Hinzu kommt die Tatsache, dass I love you auf Englisch auch ich hab dich lieb bedeutet.

Weird.

Fehlkommunikation vorprogrammiert.

Wie soll man schließlich jemanden mit der Aussage Ich hab dich lieb, aber ich liebe dich einfach nicht in die Friendzone senden?

Mit I love you but, well, I don’t love you?

Sehr gelungen.

Nun ja.

Die Liebe.

Jeder wünscht sie sich. Irgendwie. Irgendwann einmal. Wenn auch nur heimlich sich selbst gegenüber offenbart. (Mal ehrlich, wünscht sich nicht jeder jemanden, der einen mit den Worten I just called to say I love you überrascht?)

Viele haben sie. Andere hatten sie. Manch einer denkt, dass er sie hat und manch anderer realisiert zu spät, dass es Liebe war. Und sucht weiter. Wie all jene, die sie noch nicht gefunden haben.

Restlos. Rastlos auf der Suche.

Nach der ganz großen Liebe.

Doch was ist Liebe eigentlich?

Gute Frage.

Selbstlob.

Nein, ernsthaft.

Auch der englische Ausländer würde es gern wissen: I want to know what love is. Ja, lieber Foreigner, wer denn auch nicht?

Laut Duden ist sie das Folgende:

Substantiv, feminin – 1a. starkes Gefühl des Hingezogenseins; starke, im Gefühl begründete Zuneigung zu einem [nahestehenden] Menschen. 1b. auf starker körperlicher, geistiger, seelischer Anziehung beruhende Bindung an einen bestimmten Menschen, verbunden mit dem Wunsch nach Zusammensein, Hingabe o. Ä. 1c. sexueller Kontakt, Verkehr.

Na herzlichen Glückwunsch.

Sehr romantisch.

Nun gut.

Dafür ist der Duden ja auch nicht bekannt.

Ein Gefühl. Ein starkes Gefühl des Hingezogenseins.

1a. oder was-auch-immer (scheint, als hätte ich die Stunde „Wie lese ich einen Duden“ im Deutschunterricht geschwänzt), klingt schon mal stimmig.

1b. auf starker körperlicher, geistiger, seelischer Anziehung beruhende Bindung an einen bestimmten Menschen, verbunden mit dem Wunsch nach Zusammensein, Hingabe o. Ä.

o. Ä.

Oder Ähnliches.

Ah ja.

Auf starker körperlicher, geistiger und seelischer … Bindung.

Für mich übersetzt? Sexuell, intellektuell und emotional. Oder auch: Sex, Gespräche, Gefühle.

So so.

Könnte ich soweit unterschreiben.

Irgendwie.

Letzter Punkt (zum Glück wird mit Buchstaben weitergezählt: 1a, 1b, 1c, sonst wär‘ ich glatt durcheinander gekommen): 1c. sexueller Kontakt, Verkehr.

War klar. Sollte nicht fehlen.

Extra noch einmal separat erwähnt.

Sex.

So. Das war dann auch schon die Definition der Liebe. Laut Duden.

Sehr erstrebenswert formuliert.

Einmalig.

Weiter unten im Onlinebereich wird lieben witziger Weise als schwaches Verb aufgeführt. Schon klar, dass dies eine andere, mir in Vergessenheit geratene Bedeutung hat (schon wieder geschwänzt?). Dennoch irgendwie ironisch, da lieben meines Erachtens nach keine stärkere Emotion sein könnte.

Schwaches Verb.

Phh.

Unter lieben kommt auch noch unter 1c. ein stark gefühlsbetontes, positives Verhältnis … hinzu. Wie schön, dass hier der Deutlichkeit halber extra betont wird, dass es sich hierbei um ein positives Verhältnis handelt. Wer hätt’s gedacht.

Aber gut. Zurück zur Liebe.

Starkes Gefühl des Hingezogenseins auf allen drei Ebenen, plus Sex. Der Definition nach.

Einer Definition nach.

Doch hat nicht ein jeder eine andere Vorstellung von der Liebe? Eine andere Priorisierung der vielen möglichen Komponenten, aus welcher sich diese zusammensetzt? Geprägt von der Außenwelt, vom Hörensagen, von Mitmenschen, Vorbildern, Eltern und Großeltern, Freunden und Bekannten, von eigenen Erfahrungen, Erwartungen, Höhenflügen und Herzschmerz, von Liebesfilmen, Schnulzromanen und individuellen Präferenzen?

Ist es Zuneigung? Anziehung? Zärtlichkeit? Immerwährendes Interesse? Oberste Priorisierung? Lebenslanges Commitment? Der Wunsch, zusammen alt zu werden? Kompromissfähigkeit? Die Freude an der Treue? Hilfsbereitschaft? Aufmerksamkeit? Fürsorge? Akzeptanz? Respekt? Wohlgesonnenheit? Gewohnheit? Zufriedenheit? Authentizität? Der Sinn des Lebens? Oder für manch einen vielleicht doch eher Geld, Aussehen, ein Titel, Bekanntheit oder Macht?

Ein jeder definiert die Liebe eben ein wenig anders. Deshalb ist eine universal geltende, detaillierte Definition meiner Meinung nach eher – schwierig.

Findet ihr nicht?

Und dennoch ist eines immer gleich. Oder zumindest ähnlich.

Die Liebe. Ein Gefühl. Schwierig in Worte zu fassen.

Wie ein Orgasmus. Ein kleiner Herzorgasmus.

Eben immer mal wieder. Bebend. Vibrierend. Intensiv und stark.

Für mich?

Ein Gefühl. Ein tiefes, warmes, wärmendes und lautes – Gefühl.

Laut?

Bei mir schon, ja.

Die paar Male, die ich wirklich verliebt war, war es laut. Zumindest am Anfang. Ich wollte es sagen. Mitteilen. Herausschreien. Oder flüstern. Egal. Einfach raus. Einen Laut verleihen. Aussprechen. Sagen. Eben einfach –

Ich liebe dich.

Plupp. Und raus.

Ich liebe dich.

Gänsehaut.

Bei mir?

Dreimal.

3 x 3.

Dreimal. Drei Wörter.

Das erste Mal zu meinem ersten Freund.

Und bisher einzigen Freund.

Schlechte Quote für 28.

Was soll’s.

Das zweite Mal mit meiner Sommeraffäre, bei der sich weder das erste noch das letzte Wort von Sommeraffäre wirklich weiterentwickelt hat.

Und dann noch das dritte Mal. Mein bester Freund. Story to be continued…

Jedes Mal anders. Und dennoch gleich.

Irgendwie.

Und trotz der Tatsache, dass ich es öfter gesagt habe, als es in einer Beziehung resultierte, heißt nicht, dass ich es bereue. Dass ich die Zeit zurückdrehen und den Moment anders leben wollen würde.

Wie schätzungsweise die liebe Elizabeth aus England in Hinblick auf ihre Dates (zum Thema Liebe kam es wie es scheint gar nicht erst). Schließlich heiratete sie nach 220 gescheiterten Dates (mit Männern) ihren Hund.

Kein Scherz.

Immerhin war es ein Golden Retriever und kein Chihuahua oder ähnlich Misslungenes.

Aber dennoch: ein Hund.

Und wie es scheint nicht ohne Grund.

So weit bin ich allerdings noch nicht.

Noch nicht.

Nein, Scherz.

Es war schließlich schön.

Wirklich.

Unglaublich schön. Jedes der drei Male.

Das Schönste an der Liebe ist die Liebe selber war auch schon Kurt Tucholsky’s Ansicht und auch der ironische Knabe Victor Hugo (wer?) war seiner Meinung: Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden, geliebt um seiner selbst willen oder vielmehr trotz seiner selbst. Denn: Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich, wie auch Hermann Hesse schon wusste.

Schön. Glücklich.

Dennoch haben viele Leute Angst vor der Liebe. Bilden sich ein, sie sich nicht zu wünschen. Sie nicht zu brauchen. Blocken sie ab. Erfinden absurde Ausreden, damit sie sich die eigene Situation schönreden können. Und auf die Frage nach dem nicht vorhandenen Liebesleben eine passende Antwort parat haben.

Aber: warum eigentlich?

Warum haben so viele Angst vor der Liebe?

Die Angst vor der Liebe.

What is Love? Baby don’t hurt me, don’t hurt me, no more hallt Haddaways Kassenschlager durch die Herzen der Generationen.

Durch Tanzlokale. Rauchige Stammkneipen. Edle Bars und Hotels. Durch Duschen. Autos. Baustellenfahrzeuge und Friseursalons.

Alle singen mit. Oder summen mit. Mehr oder weniger fehlerfrei. Selbst die weniger Englisch-affinen.

What is Love? Baby don’t hurt me

Identifizieren kann sich auch fast jeder mit dem Text.

Zumindest diejenigen, die verstehen, was sie oder andere da so vor sich hin nuscheln.

What is Love? Baby don’t hurt me, don’t hurt me, no more.

Immerhin wiederholen sich die Wörter ähnlich einer Dauerschleife, sodass ein jeder mehrere Ratemöglichkeiten erhält.

Baby don’t hurt me, don’t hurt me, no more – gleich im ersten Satz. Direkt nach der Frage nach der Liebe.

Baby, verletz mich nicht.

Verletz mich nicht noch mehr.

Schmerz.

Herzschmerz.

Daraus resultierend: Angst.

Blockade.

Selbstschutz.

Bindungsangst.

Don’t hurt me.

Oder wie Elton John schon bat: Don’t go breaking my heart.

Ja, so ist sie. Die Liebe.

Oder etwa nicht?

Schön und beängstigend zugleich.

Aber woher kommt die Angst vor ihr, wenn sie doch eigentlich so schön ist?

Aus vorigen Erfahrungen? Einer schmerzlichen Trennung? Oder der Realisierung, dass die Liebe endlich – und somit nicht unendlich – ist?

Auch Goethe war vor mir schon dieser Ansicht: Die erste Liebe sagt man mit Recht, sei die einzige, denn in der zweiten und durch die zweite geht schon der höchste Sinn der Liebe verloren. So verstehe ich seine Aussage jedenfalls (ich hatte mal eine 5 in der Gedichtinterpretation – just saying).

Die erste große Liebe.

Und plötzlich? Ist die einst innig geliebte Person nur noch somebody that I used to know.

Auch bei Gotye.

Kaum einer wird verschont.

Vom ersten Herzschmerz.

Dem Schlimmsten aller. So die Meinung vieler.

Und der Realisierung, dass die Liebe nicht unendlich ist. Vielleicht.

Kommt daher die Angst?

Es muss schließlich von Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll, stimmt’s Goethe? Und wenn es von Herzen kommt und auf das Herzen wirkt?

Bingo.

Dann schlägt es auch aufs Herz.

Falls es nicht klappt. Oder etwa nicht?

Falls es nicht klappt.

Aber wo man Liebe aussät, da wächst Freude empor, ist ja das Ziel. Ja nee, ist klar, lieber Shakespeare.

Aber was ist, wenn es schief geht?

Denn schließlich lautet die Devise Liebe ist kein Solo. Liebe ist ein Duett. Schwindet sie bei einem, verstummt das Lied, laut Adelbert von Chamisso (schon wieder geschwänzt?).

Es reicht folglich, wenn nur eine der beiden Personen sich der Liebe entzieht.

Wen anders interessanter findet.

Oder attraktiver.

Sich in jemand anders verliebt.

Aufgibt.

Schluss macht.

Liebe ist ein Duett.

Allein eher schwierig.

Denn dann wäre es ja ein Solo. Und kein Duett (in Musik hab‘ ich offensichtlich aufgepasst).

Blöd.

Da hilft auch unnötiges Gerede von Dostojewski (hab den Namen reinkopiert, sonst wäre er hundert pro falsch geschrieben) á la Tränen reinigen das Herz nichts.

Erzähl das mal jemandem mit Herzschmerz, lieber Dosto.

Kühlkissen für den vorprogrammierten Schlag bestenfalls parat.

Tränen reinigen das Herz.

Am – Anyways.

Die Liebe.

Die Liebe ist das Gewürz des Lebens. Sie kann es versüßen, aber auch versalzen. Ja, lieber Konfuzius, so sieht es wohl aus.

Aber – eigentlich auch nicht, oder?

Schließlich ist die Liebe schön.

Geht es dabei – und bei der Angst vor ihr – nicht vielmehr um ihren Verlust?

Vor dem plötzlichen Fehlen und Fernbleiben dieser?

Dem Aus der Liebe?

Oder anders gefragt:

Liegt unsere eigentliche Angst nicht vielmehr in dem Aus der Liebe und nicht in der Liebe selbst?

Schließlich ist die Liebe etwas unglaublich Schönes. Lieben auch. Positiv. Steht ja selbst im Duden. Extra erwähnt. Nicht ohne Grund.

Positiv.

Ist es dann nicht vielmehr die Angst vor dem tiefen Fall? Der Angst vor dem Erlöschen dieser? Der Umorientierung des Partners? Dem Ende? Dem Wegfall all der Dopamin-erzeugenden Emotionen? Der herbe Riss aus der Gewohnheit? Dem ungewohnten Allein-sein? Der Einsamkeit?

Der Angst vor dem tiefen Fall?

Fragen über Fragen.

Antworten? Wenige.

Aber dennoch weiß ich eins: Hört nicht auf die Mutter meiner Bekannten.

Betonung auf: Nicht.

Kein Scherz.

(Die Wahrscheinlichkeit, dass sie – eine Chinesin in San Francisco – Deutsch lernt und sich diesen Artikel durchliest, ist glücklicherweise gering.)

Meine Bekannte erzählte mir nämlich eines Tages während eines Lunchs im Silicon Valley, dass sie leider nie ein Haustier hatte, da ihre Mutter der Ansicht war – und jetzt kommt’s – dass man sonst zu traurig ist, wenn es stirbt.

Dass man zu traurig ist, wenn es stirbt.

Deshalb hatten sie kein Haustier.

Weil man sonst zu traurig ist, wenn es stirbt.

Wahnsinn.

Es wird wohl einen Grund geben, warum man traurig ist. Was wiederum auf viele schöne Momente schließt.

Oder nicht?

Sonst würde man schließlich feiern, dass es weg ist. Und nicht traurig sein.

Weil man sonst zu traurig ist …

Na herzlichen Glückwunsch. Wenn man so durch’s Leben geht, kann man es ja gleich lassen. Besser keine Kinder bekommen, keine Freunde haben, keine schönen Momente erleben – ja, nicht mal in den Urlaub fahren.

Weil man ja sonst zu traurig ist, wenn er vorbei ist.

Mal ehrlich.

Aber ironischer Weise ist ebendies der Grund für die Angst vor der Liebe.

Der Bindungsangst.

Der Angst davor, verletzt zu werden.

Oder etwa nicht?

Weil die Liebe schön ist.

Unerwartet schön.

Zu schön.

Und der tiefe Fall somit – tief.

Von ganz oben, der Wolke 7 – all the way down.

Flatsch.

Wenn die Liebe ausglüht.

Falls sie verglüht.

Verschwindet.

Und der Partner gleich mit.

Weil es dann weh tut. Wenn die Liebe vorbei ist. Oder nicht erwidert wird.

Aber, das ist ja an sich nicht die Liebe, oder? Nicht die Liebe selbst, sondern vielmehr ihre Abwesenheit.

Das Schönste an der Liebe ist die Liebe selber, bemerkte ja schon der Kurt. Klar, dass ihr Fehlen, ihr plötzliches Aus folglich nicht ganz so schön ist.

Aber darum geht es ja nur sekundär.

Der Fokus sollte schließlich vielmehr auf dem Schönen, dem Positiven, liegen.

Wie im Duden extra erwähnt.

Positiv.

Eben – auf der Liebe.

Oder nicht?

Aber noch einmal zurück zu dem verschwundenen Partner.

Und der folgenden Frage: War es dann überhaupt Liebe?

Wenn man einfach so geht?

Einfach aufgibt?

Einfach so?

Oder weiß man erst im Nachhinein, dass es tatsächlich Liebe war?

Wenn es zu spät ist?

Only know you love her when you let her go. And you let her go.

Und wieder singen alle mit. Mit Passenger als imaginären Passagier. Mhmhmm… and you let her gooo.

Denn meistens belehrt erst der Verlust uns über den Wert der Dinge wie Arthur Schopenhauer (mir war bis heute nicht bewusst, dass ich immer nur Deutsch geschwänzt hab) schon weit vorm englischen Passagier wusste.

Aber gelten bei der Liebe, der Liebe, nicht andere Regeln, als bei Dingen?

Handelt es sich tatsächlich um Liebe, wenn man dennoch geht? Wenn man für die spannender wirkende, wenngleich ungewisse Zukunft das gewohnt Gewisse verlässt?

War es dann Liebe?

Oder bildet man es sich nur im Moment des Frusts und der Reue ein, wenn sich die noch so schön phantasierte Gestalt als Vatermorgana erweist? Die nüchterne und ernüchternde Erkenntnis eintritt? Die fabelhafte Futur I doch nicht so fantastisch ist, wie fiebrig fantasiert?

Es wird schließlich einen Grund für das Aus gegeben haben.

Oder etwa nicht?

Schließlich wäre man geblieben, wenn es wirklich schön gewesen wäre. Dann hätte einen die Liebe so in ihren Bann gehalten, als dass man sich gar nicht anderweitig umgesehen hätte.

Oder nicht?

Und was wäre gewesen, wenn die neu erwählte Zukunft doch aller Erwartung standgehalten oder diese gar übertroffen hätte? Wenn die spannendere, attraktivere Person mindestens aller Vorstellungen entspräche? Dann wäre das zuvor Aufgegebene nicht vermisst worden – und somit keine Liebe gewesen?

Laut Julie Andrews und vieler anderer, ist Liebe, wenn einem die Treue Spaß macht.

Folglich auch das Beisammenbleiben. Und -sein.

Ja, ja.

Die Liebe.

Wunderschön und beängstigend zugleich.

Für manch einen ist sie primär wunderschön. Für andere hingegen überwiegt die Angst. Die Angst vor dem möglicherweise eintretenden, tiefen Fall.

Doch woran liegt es, dass viele Leute besser mit ihrer Abwesenheit umgehen können? Es erneut versuchen? Offen sind? Mutiger sind?

Sich auf eine neue Liebe einlassen.

Neu verliebt sind?

Vergleichsweise schnell. Im Vergleich zu vielen anderen?

Und das selbst nach weniger schönen Erfahrungen? Nachdem sie betrogen wurden. Oder belogen. Tiefe Risse in ihrem Herzen oder ihrem Ego verkraften mussten?

Trotz allem stets den Glauben an die große Liebe aufrechterhalten?

Es erneut versuchen?

And again.

And again?

Und andere es hingegen – nicht schaffen? Die tiefen Narben Grund für die Blockade sind?

Und selbst wenn man sich nach gewisser Zeit wieder bereit fühlt – so schnell geht es dann bei vielen anderen doch nicht, oder?

Pling und da ist sie.

Die Liebe.

Bei mir? Jedenfalls nicht.

Und bei Phil Collins wie es scheint auch nicht. You can’t hurry love und so. Bei Queen? Ebenfalls nope. Can anybody find me somebody to love? Soviel dazu. Und Bruce Berger ist schätzungsweise auch noch immer auf der Suche nach der ganz, ganz großen Liebe. Und dem ganz, ganz großen Glück.

Wenn schon, denn schon.

Na dann – good luck!

Denn meine persönlichen Erfahrungen gleichen vielmehr derer Amber Tozers: Dating is collecting information about someone until you realize you don’t like them.

Amen.

Man ist offen, motiviert, engagiert. Bereit für die große Liebe. Trifft hoffnungsvoll potentielle Kandidaten. Doch desto näher man sie wirklich kennt?

Tja, desto weniger kann man sie leiden.

Blöd.

Bei mir zumindest.

Und bei mindestens 11.500 anderen auch – den Likes von Ambers Posts nach zu urteilen.

Aber wie kann es dann sein, dass einige Leute auf ein Date gehen und rund zwei Wochen nach der letzten Beziehung bereits in einer Neuen sind?

Da kann der überflüssige Facebook-Status in einer Beziehung ja fast bestehen bleiben.

Fließender Übergang.

Applaus.

Nicht wirklich.

Aber irgendwie auch schon.

Aber, woran liegt es, dass es bei vielen vielfach schneller und erkennbar einfacher geht, als bei anderen?

Als – bei mir, beispielsweise?

Pling. Und schon wieder verliebt.

Ich? Na offensichtlich nicht.

Haben sie eine andere Vorstellung von der Liebe? Weniger Anforderungen an den Partner? Ein stärkeres Bedürfnis nach Nähe? Und Bestätigung? Und Zweisamkeit?

Oder liegt es an mir?

Rhetorische Frage.

Natürlich nicht.

An meinem Selbstwert?

Meiner Unabhängigkeit?

Dass ich allein glücklich bin?

Mich nicht entscheiden kann? Oder will?

Oder, oder?

Vielleicht.

Jedenfalls ergeht es mir nicht wie Milky Chance in Stolen Dance: I want you by my side, so that I never feel alone again, der Zweisamkeit seiner Einsamkeit gegenüber vorzieht. Eher wie Bonnie Tyler in Total Eclipse of the Heart á la every now and then I get a little bit lonely.

Ja – wer denn auch nicht?

Aber ist dies die Grundlage für eine glückliche Beziehung? Für die Liebe?

Alles eine Frage der Definition.

Liebe ist

Liebe ist – für jeden was anderes.

Ein Gefühl. Eben was besonderes.

Drum hör auf Pink und try,

Vielleicht ist ja schon beim nächsten Mal die ganz, ganz große Liebe dabei.

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