ENTSCHEIDUNG

Dünn.

Hauchdünn.

So dünn, wie – ein goldenes Haar, beispielsweise.

Oder ein in der Sonne glänzender, einzelner Spinnenwebe.

– Fast durchsichtig.

So dünn ist meine imaginäre Trennlinie, die mich von ach scheiß drauf, ich mache es jetzt einfach so trennt.

Thema: Entscheidungen, die komplexer sind, als eine gleichgültige Google-Suche suggeriert.

Entscheidungen, mit klaren Konsequenzen.

Für deren Entschluss wahres Wissen wertvoll wäre.

Was, woher und wieviel?

Genau das ist die Frage.

Dazu passend fällt mir die Standardfrage schlechthin im Test für Gründer ein: Sind Sie entscheidungsfreudig?

Noch bevor ich die Frage zu Ende lese, ist der Haken bei voller Punktzahl gesetzt.

– Na, wenn das mal nicht entscheidungsfreudig ist, dann weiß ich auch nicht.

Aber: Worauf bezieht sich das entscheidungsfreudig eigentlich?

Und wo ist die Trennlinie zwischen entscheidungsfreudig und einfach nur blöd?

Ist sie ebenso dünn, wie der in der Sonne glitzernde, einzelne Spinnenwebe?

Schließlich bedürfen einige Entschlüsse ein wenig mehr Hintergrundwissen, als andere.

Aber: Wann hat man genug Informationen, als dass man begründet eine Richtung wählen kann?

Wenn man sie begründen kann?

Was ist dann aber mit Halbwissen, wie es so viele der befugten Befragten vorwiesen?

Hauchdünn.

Wie gesagt.

Vielleicht sollte ich mich einfach erstmal auf eine Entscheidung einlassen:

Ich beruhe meine Entscheidungen nicht auf dem sich wechselseitig widersprechenden, halben Halbwissen befugter Befragter.

Erste Entscheidung getroffen.

Es geht voran.

Deine,
B.

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