E MOTION

Ich könnte Euch nun einige Sprüche und Zitate nennen, in denen ungefähr das Folgende steht:

Egal was auch passiert, es kommt nur darauf an, wie Du darauf reagierst.

Frei für mich übersetzt:

Wenn Dich ein Bus anfährt, ist es nicht per se schlecht – es kommt schließlich nur darauf an, wie du damit umgehst.

Ist klar.

Mal ehrlich.

Aber: Könnte, wie gesagt.

Ich könnte Euch nun einige Motivationssprüche und Zitate nennen.

Mache ich aber nicht.

Denn erstens finde ich keinen der Screenshots in den Tiefen meiner mittlerweile 56.576 gespeicherten Bilder wieder, als dass ich korrekt zitieren könnte und zweitens bin ich mir nicht sicher, ob ich es tatsächlich so sehe.

Gut, in Bezug auf manche Dinge sehe ich es definitiv so. Also, dass man sich nicht aufregen sollte.

Beispielsweise, wenn der Kaffee am Morgen leer ist, der Flug gestrichen wird oder jemand seinen Drink auf mich kippt.

Blöd.

Keine Frage.

Aber sich groß ärgern?

Weniger.

Schließlich ist es viel zu irrelevant und – hilft ja eh nicht.

Bei anderen Dingen bin ich allerdings der Meinung, dass man sich emotional echauffieren sollte.

Jawoll.

Nicht immens aufregen und mit wedelnden Armen schreiend durch die Stadt rennen, wie Kevin Allein zu Haus.

Vielmehr innerlich. Die Gefühle zulassen und nicht abblocken als sei nichts gewesen.

Wie ich, gestern Nachmittag, mal wieder als weniger brillantes Beispiel.

Ich habe gestern eine E-Mail bekommen, saß vor meinem Laptop und habe in mein Kuscheltuch geweint.

Ja – ich habe ein Kuscheltuch und glaubt mir, besonders in solchen Momenten brauche ich es.

Ja – ich habe wegen einer E-Mail geweint.

Mein Reifegrad?

Null.

Wie offensichtlich.

Der der misslungenen Mail allerdings auch.

Anyways.

Habe ich versucht, ein wenig distanzierter, tougher oder einfach erwachsener zu reagieren und nicht zu weinen?

Yes.

Hat aber nicht geklappt.

Warum?

Da der weniger charmant-formulierte Inhalt der Nachricht einfach zu tief in eine noch offene Wunde stach.

Darum.

Ignorieren zwecklos.

Und soll ich Euch was sagen?

Es tat gut.

Wirklich.

Irgendwie – gut. Erleichternd. Und befriedigend-befreiend.

 – Klar sollte ich mir eigentlich ein dickes Fell zulegen. Besonders in Hinblick auf meine spätere Selbständigkeit.

Habe ich in Bezug auf manche Momente oder diverse Dinge auch schon. In Bezug auf andere aber eben auch nicht.

Und das ist gut so.

Schließlich bin ich ein gefühlsorientierter, empathischer Mensch – und der möchte ich auch gerne bleiben.

Startup hin oder her.

Und solange ich mich nicht unterkriegen lasse, die herunter kullernden Tränchen wegwische und weiter mache, ist daran auch sicher nichts verkehrt.

Wie heißt es doch so schön: Emotion.

E-motion.

Motion.

Bewegung.

 – Tränchen weg und weiter geht’s.

Deine,
B.

Startup & Co.

Love & Dating

Contact@Singelicious.com