BLOCKADE

Taubes Gefühl.

Innere Wand.

So verschlossen, wie ich vor einer Tür – ohne Schlüssel.

Nämlich: Zu.

Mein Laptop leuchtet hell.

Das Excel-Dokument Finanzplan_am_A strahlt mich an.

Immerhin strahlt hier einer.

 – nicht ich.

_am_A steht selbstredend für am Anfang.

Selbstverständlich.

Letztes Änderungsdatum? Nicht heute.

Auch nicht gestern.

95 leere Spalten starren mich an.

Fünf-und-neun-zig.

Und das ist nur der Anfang.

Ich starre ebenso leer zurück.

Minutenlang.

Wir kennen das Spiel. Mein Laptop und ich.

Blockade.

Oh Gott und nee, echt nicht wechseln sich im Takt meines Gedankenkarussells mit ähnlich unmotivierter Betonung ab.

Schon wieder Research.

Re-search.

Suche erneut.

Nö.

Eigentlich nicht.

Echt nicht.

Nicht schon wieder.

Meine derzeitige Herausforderung?

Zahlen.

Zahlen in Form von Kosten.

Herstellungskosten des Produktes – angefangen beim Urknall.

Bonus? Den Preis von F bestimmen, ohne eine Vorstellung von A bis E zu haben.

Na, das kann ja nur grandios werden.

Zeit für eine Pause.

Spotify spielt per random selection IDGAF.

Die Stimme von Dua Lipa hallt durch den Raum: I don’t give a fuck.

wie passend. I can relate.

Der Wasserkocher läuft.

Pipi-Pause.

Noch ein Kaffee.

Überforderung.

Irgendwie.

Aber – eigentlich auch nicht.

Eher: Blockade.

Während ich noch voller Euphorie I don’t give a fuck vor mich hin summe und heißes Wasser über die Kaffeespähne gieße, wählt Spotify das nächste Lied.

Anna Naklab’s Stimme erfüllt nun wohlig meine Wohnung, während ich dem Text lausche und mich insgeheim in ihren Worten wiederfinde:

And then she’d say:

“It’s OK, I got lost on the way

But I’m a super girl

And super girls don’t cry.”

Deine,
B.

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